Warum du Nabelschnurblut einlagern solltest

... Oder auch nicht.

Stell dir vor, du stehst kurz vor der Geburt deines Kindes und musst eine wichtige Entscheidung treffen: Nabelschnurblut einlagern lassen – JA oder NEIN ? Die Einlagerung bietet einige beeindruckende Vorteile, wie die Möglichkeit, Stammzellen für zukünftige medizinische Behandlungen zu sichern. Doch es gibt auch Nachteile, wie die hohen Kosten und die begrenzte Anwendbarkeit. In diesem Blogbeitrag werden wir dir die Vor- und Nachteile einer solchen Einlagerung von Nabelschnurblut näherbringen, damit du gut informiert die beste Wahl für deine Familie treffen kannst.

Entnahme von Nabelschnurblut

Was spricht für eine Einlagerung von Nabelschnurblut

  1. Stammzellen aus der Nabelschnur haben das Potenzial, in der Zukunft bei der Behandlung verschiedener Krankheiten wie Leukämie (Blutkrebs) zu helfen. Sie sind eine Art „biologische Versicherung“ für dein Kind und möglicherweise andere Familienmitglieder.
  2. Das Einfrieren ist ein einfacher Prozess, der bei der Geburt stattfindet und für Mutter und Kind risikofrei ist.
  3. Die Nabelschnurstammzellen sind perfekt auf dein Kind abgestimmt, was das Risiko von Abstoßungsreaktionen bei Transplantationen minimiert.
  4. Die Technologie der Stammzellentherapie entwickelt sich ständig weiter, wodurch die Anwendungsmöglichkeiten zunehmen.

Was spricht gegen eine Einlagerung von Nabelschnurblut

  1. Das Einfrieren von Stammzellen ist mit Kosten verbunden, die meistens nicht von der Krankenversicherung gedeckt sind. Die Lagerung der Stammzellen über lange Zeit erfordert außerdem eine kontinuierliche Zahlung von Lagerungsgebühren.
  2. Es gibt keine Garantie, dass die eingefrorenen Stammzellen in der Zukunft tatsächlich gebraucht oder nutzbar sein werden.
  3. Die ethische Debatte um die Verwendung von Stammzellen ist noch nicht vollständig geklärt und kann zu Unsicherheiten führen.
  4. Es gibt nur eine begrenzte Menge an Forschungsergebnissen, die die Wirksamkeit von Nabelschnurstammzellen für eine breite Palette von Krankheiten bestätigen.
  5. Das Blut, was was aus der Nabelschnur entnommen wird, fehlt dann dem Neugeborenen, was zu gesundheitlichen Nachteilen führen kann.
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Stammzellen für alle?

Grundsätzlich gibt es verschiedene Wege, wie mit dem Nabelschnurblut nach der Entnahme verfahren werden kann, wobei die verschiedenen Möglichkeiten auch unterschiedliche Kosten / Vorteile nach sich ziehen:

Während für offene und gerichtete Spenden also keine privaten Kosten anfallen, müsst ihr für eine private Einlagerung schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Dafür stehen euch die Stammzellen im Bedarfsfall aber natürlich auch sicher zur Verfügung.

Private Spende - welche Kosten kommen auf euch zu?

So und nun mal Butter bei die Fische – falls eine private Nabelschnurblutspende für euch in Frage kommt, bliebe da noch die Frage nach den Kosten. Auch hier wollen wir euch einen kleinen Überblick geben:

Zunächst fallen Gebühren für die Entnahme und Verarbeitung des Nabelschnurbluts an, die je nach Anbieter zwischen 1.500 und 2.500 Euro liegen können. Darüber hinaus kommen jährliche Lagerungskosten hinzu, die sich in der Regel zwischen 100 und 200 Euro bewegen. Manche Anbieter bieten auch Paketpreise oder Ratenzahlungsmodelle an, um die finanzielle Belastung zu verteilen. Es lohnt sich hier im Vorfeld auf jeden Fall verschiedene Anbieter zu vergleichen.

 

Außerdem gibt es mittlerweile auch einige Krankenkassen, die sich an den Kosten der Stammzelleinlagerung beteiligen. Auch hier lohnt es sich, vorher bei der eigenen Krankenkasse nachzufragen bzw. rechtzeitig über einen Wechsel nachzudenken.

Kontaktdaten rund um das Thema Nabelschnurblutspende

https://vital.vita34.de/

https://www.dkms.de/informieren/nabelschnurblutspende

https://zkrd.de/nabelschnurblutspende/

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